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Aktuell - Dornröschenschloss wird aufwändig saniert

Sababurg, 05.03.2010

 

Dornröschenschloss Sababurg

Dornröschenschloss Sababurg

 

Fortsetzung:

Günther Koseck

  Bereits abgeschlossen sind Arbeiten am Gewölbekeller. Der ist nun trockengelegt und die Gefahr eines Einsturzes gebannt. Wie Günther Koseck sagte, war im Zuge der Sanierung festgestellt worden, dass sich unterm Fußboden der Ruine Wasser sammelt, das seitlich in den Keller hinabsickert. Eine Überraschung, die das Budget zusätzlich strapazierte und für die weiteres Geld bereitgestellt werden musste. "Dafür aber ist das Gewölbe nun ganzjährig nutzbar und nicht wie bisher nur von Mai bis Oktober", freut sich der Betreiber der vor allem als Hotel und Restaurant genutzten Sababurg über den positiven Effekt der unangenehmen Entdeckung. Kalk in Mauer gespritzt Eine weitere Baustelle tut sich an der Mauer auf, hinter der sich der Garten befindet. Weil der Wall nicht mehr die Stabilität besitzt, die er eigentlich haben müsste, wird auch hier aufwändig saniert. Etwa 500 kleine Löcher haben die Mitarbeiter der Firma Anker- & Spezialtiefbau aus Weimar in die Mauer gebohrt. In die Hohlräume wurde Kalk gespritzt, der nun aushärtet und dem Bauwerk Halt geben soll. Daneben werden derzeit weitere etwa sechs Meter tiefe Löcher mit einem größeren Durchmesser gebohrt. In diese werden später Erdnägel getrieben, die dem Druck des die Mauer umgebenden Erdreiches standhalten sollen. Zu guter Letzt werden die oberen siebzig Zentimeter des Walls Stein für Stein abgetragen und wieder neu aufgesetzt. Allein die Arbeiten an der Mauer würden zwischen sieben und acht Millionen Euro kosten, sagt Koseck. Hintergrund: Trotz Arbeiten einen Besuch wert Trotz der Bauarbeiten an der Sababurg steht das Dornröschenschloss Besuchern offen. Von Donnerstag bis Sonntag wird an der Anlage nicht oder nur sehr wenig gearbeitet. Wie Hotel-Betreiber Günther Koseck sagt, können die Führungen genutzt werden. Wenn die Baustelle unter dem Aspekt der Denkmalpflege und der Archäologie interessant wird, will das Hessische Immobilien-Management besondere Themenführungen anbieten.

 

(Bericht von Antje Thon HNA: Hessische/Niedersächsische Allgemeine)

 

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