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"Halte aber das Paradies der inneren Wonne

nicht für einen körperlichen Ort.

Diesen Garten betritt man nicht mit Füßen,

sondern mit dem Herzen."

Bernhard von Clairvaux

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HISTORIE

  Bei heutigen Monokulturen von Nutzpflanzen und Blumen hat einseitig wirtschaftliches Denken dazu geführt, das sie durch Überzüchtung ihre Bindung an herkömmliche Verwendungstraditionen entfremdet worden sind. Dabei gingen ursprüngliche positive Eigenschaften viele Pflanzen wie Robustheit, Anspruchslosigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Schädlinge verloren. Durch den Versuch, diese Probleme durch Gentechnik zu lösen, Pflanzen also mit allen gewünschten Eigenschaften auszustatten, zieht für uns heute das Bild von beliebig machbaren Pflanzen herauf.

  Vor diesen Hintergrund sollen im Burggarten des Dornröschenschlosses Sababurg, soweit im gegebenen Rahmen möglich, nicht nur alte Rosen, sondern darüber hinaus eine Auswahl traditioneller Blumen, Heil- und Gewürzkräuter dem interessierten Besucher in Erinnerung gebracht werden. Es sind Gartenpflanzen, die z.Z. Karls des Großen und früher in unseren Gärten kultiviert und durch Selektion und Züchtung allmählich zu den uns noch bekannten Gartenformen entwickelt wurden.

  Der besondere Charakter des Burggartens wird vor allem über die Verwendung alter Kultursorten geprägt, die sich aus der historischen Gartenliteratur bis hin zu mittelalterlichen Pflanzenlisten nachweisen lassen.

  Um den Burggartenbesuchern nun eine bestmögliche Vielfalt bieten zu können - von alten Rosen, über traditionelle Stauden bis hin zu Gewürz- und Heilkräutern die bereits im Mittelalter angepflanzt wurden - müssen im relativ kleinen Burggarten Pflanzen mit unterschiedlichen Standortansprüchen zusammengeführt werden. Schon dieser Aspekt macht deutlich, dass hier genaues Beobachten und differenzierte Pflege erforderlich ist.

 

  Das erste Jahr mit intensiven Besucherströmen hat bereits gezeigt, dass das Konzept den Besuchern gerecht wird. So wird zum Beispiel die Hainbuchenlaube gerne zum kurzen Verweilen angenommen und der Brunnen ist ein besondere Anziehungspunkt für Kinder. Es hat sich aber auch ein deutliches Bedürfnis nach Informationen gezeigt. Mit der vorgesehenen Etikettieren und dem in Vorbereitung befindlichen Faltblatt, dass den Besuchern mit der Eintrittskarte in die Hand gegeben werden soll, ist bereits eine Ergänzung in diese Richtung vorgesehen.

 

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