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"Erneure uns mit reiner Speise, mit Tau,

mit ungetötetem Gericht, mit jenem Leben,

das wie Andacht leise und warm

wie Atem von den Feldern bricht."

Rainer Maria Rilke

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Kapuzinerkresse

Trophaeolum majus

 

  Die aus Südamerika stammende Kapuzinerkresse ist mit ihren gespornten roten, orange und gelben Blüten nicht nur eine Zierde des sommerlichen Gartens, sondern hat noch viele andere gute Eigenschaften. Wenn die Nachtfröste nicht mehr drohen, sät man sie in Abständen von 10 cm ins Freiland, wo sie sich auch selbst immer wieder aussät. Durch ihren etwas scharfen Geruch wehrt sie Schadinsekten, vor allem Läuse - die Blutlaus inbegriffen - ab und soll deshalb vor allem unter Obstbäume aller Art angebaut werden. Sie blüht von Juli bis Oktober. Vom ersten Herbstfrost vernichtet, lässt man sie auf den Baumscheiben oder sonst an Ort und Stelle als ausgezeichnete Bodendecke liegen zur Bildung der Frühjahrsgare. Wo die Kapuzinerkresse nicht als Beetpflanze eigens gepflegt wird, genügt die Düngung der Bäume und Sträucher auch für sie mit.

  Die runden, schildförmigen Blätter bieten sich wegen ihres hohen Vitamin-C-Gehaltes als Salatbeigabe an. Weniger bekannt ist, dass man auch die Blüten mitverzehren kann. Mit ihnen lassen sich die verschiedensten Salatplatten ansprechend garnieren. Vorher sollte man die Blüten jedoch gründlich ausschütteln, weil oft eine Anzahl kleiner schwarzer Rapsglanzkäfer in den Blüten sitzt. Die Früchte - als falsche Kapern bezeichnet - sind ebenfalls genießbar.

  Aus ihren Blättern und Stängeln kann ein Auszug zur Bekämpfung der Schildlaus hergestellt werden.

 

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