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Geschichten um
Pflanzen erzählt der Hessische Rundfunk (hr) in loser Reihenfolge und
passend zur Jahreszeit in Arte. In insgesamt sechs Folgen beschäftigt
sich die hr-Autorin und promovierte Botanikerin Ina Knobloch in ihrer
Reihe mit der kulturhistorischen Geschichte von Pflanzen, informiert von
der biologischen Struktur über die symbolische Gestalt bis hin zur
praktischen Nutzanwendung. Auf dem Programm stehen neben Mistel, Hopfen
und Ginkgo auch Sonnenblumen und Efeu. Der vierte Teil der Reihe beschäftigt
sich am Mittwoch, 26. Juni, um 19 Uhr mit der Königin der Blumen und
dem Symbol der Liebe - der Rose.
In fast allen
Weltreligionen und in vielen Urreligionen ist die Rose das Attribut der
Göttin der Liebe oder der Mutter Gottes. Der Film zeigt die Bedeutung
der anmutigen Pflanze im Wandel der Kulturen und entführt in den
Orient: In Marokko werden Rosen für die Extraktion von Rosenöl
angebaut - und alljährlich wird hier ein rauschendes Rosenfest
gefeiert.
Der Film
besucht auch die südfranzösische Parfümmetropole Grass. Bei vielen Düften
des Traditionsbetriebs Molinard ist die Note der Rose nicht wegzudenken.
Aber auch heilende Kräfte werden der edlen Blume zugesprochen; im
Mittelalter durfte sie in keinem Klostergarten fehlen. Heute hat sie
eher in der Kosmetik einen festen Platz, die Bio-Firmen Tautropfen und
Weleda in Süddeutschland beispielsweise haben eigene
"Rosenlinien" entwickelt.
Der Boom bei
der Zucht spezieller Rosensorten für Gärten und als Schnittblumen kam
erst im 19. Jahrhundert auf. Der Film unternimmt einen Abstecher in das
hessische Bauerndorf Steinfurth, Deutschlands Rosenzentrum. Das dortige
Rosenmuseum erzählt die Geschichte der Rose und der Rosenzucht.
Um
Rosengeschichten bemüht sich auch das nordhessische
Dornröschenschloss Sababurg, vor allem um eine - um die vom Dornröschen, der hinter einer
Dornenhecke schlafenden Prinzessin. Die Brüder Grimm könnten in ihrem
Märchen dieses Schloss beschrieben haben, und die heutigen Betreiber
pflegen diese Legende mit: Prinzenpaar, Rosenmahl, Rosengedichten und
einem wunderschönen Burggarten mit alten ausgewählten Rosensorten. Außerdem
widmet sich Schlossherr Koseck der Rosenfrucht - besser bekannt als
Hagebutte - und kocht Konfitüre daraus.
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