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Die Reseda ist als
Zier-, Duft- und Bienenpflanze in unseren Gärten beliebt. Schon im alten Ägypten
wurde sie verwendet. Man legte dort getrocknete Büschel in die Grabkammern der
Mumien. Nach Europa kam sie erst im 18. Jahrhundert, wurde aber bald wegen ihres
süßen Duftes allerorts angebaut. Man sät an Ort und Stelle, etwa ab Mitte
April, wenn sich der Boden etwas erwärmt hat. Nach dem Auflaufen können Erdflöhe
viel Schaden anrichten, weshalb man die Jungpflanzen vorbeugend mit Wermuttee
gießen sollte. Die Blüten sind wenig auffällig gefärbt und stehen in
dichten, anfangs gedrungenen, später sich streckenden Trauben beisammen. Von
Juli bis September entfalten sie ihren Duft. Im Namen steckt das lateinische
Wort resedare = wieder beruhigen, heilen; es bezieht sich darauf, dass die
Pflanze als Heil- bzw. Beruhigungsmittel bei Krämpfen verwendet wurde. Ihren
Wert hat die Reseda vor allem als Duftspender, wodurch sie einerseits Bienen und
Hummeln anlockt, andererseits Gemüseschädlinge verwirrt. |
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