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"Sonnenschein, Freiheit und

eine kleine Blume muss man haben."

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Ringelblume

Calendula officinalis

 

  An Anspruchslosigkeit, Blüh- freudigkeit und vielfältigem Nutzen ist die Ringelblume wohl unübertroffen. Sie kann im Frühjahr sobald wie möglich gesät werden und wächst dann ohne besondere Betreuung und Bodenansprüche. Einmal angebaut, sät sie sich immer wieder selbst aus und lässt ihre orange-, gelb- und cremefarbenen Blütenköpfe in den sommerlichen Gärten leuchten. Das ununterbrochene Blühen wird natürlich durch das Entfernen der Samenstände stark angeregt. Die lebhaften Farben und der charakteristische aromatische Duft locken neben Bienen und Hummeln auch Scharen von Schwebfliegen an, deren Larven uns bei der Blattlausbekämpfung wertvolle Helfer sind. Die Ringelblume gehört schon deshalb nicht auf ein separates Blumenbeet, sondern mitten zwischen das Gemüse, unter Obstbäume und Sträucher. Überall da, wo sie sich selbst ansiedelt, sollte sie, wenn sie nicht stört, stehen bleiben dürfen. Man kann sie vorteilhaft zwischen Kohl und Bohnenreihen aussäen. Besonders Tomaten sollten immer von Ringelblumen umgeben werden, um einen krankheitsfreien Aufwuchs und guten Ertrag zu gewährleisten. Auch als Begleitpflanze für Himbeeren und Steinobst hat sich die Calendula bewährt. Selbstverständlich leistet sie auch auf allen anderen Baumscheiben gute Dienste. Ihr Wurzelwerk wirkt wohltuend auf den Boden, und sie kann, wenn auch in geringerem Ausmaß als die Studentenblume, freilebende Nematoden (Älchen) dezimieren.

  Wer weiß schon, dass sogar ihre jungen Blätter als Salatbeigabe zu Kräuterquark oder Frühlingssuppen verwendet werden können!

  Auch als Heilpflanze ist sie von Bedeutung. Sie wird äußerlich vor allem in Form von Salbe oder Tinktur (1 Handvoll Blüten in ½ l Weingeist 5 bis 6 Wochen ansetzen) bei Wunden, Quetschungen, Blutergüssen etc. angewendet, innerlich als Tee, aus den sorgfältig abgezupften und getrockneten Blütenblättern, bei Magen- und Darmerkrankungen und zur Blutreinigung.

  Wer auch die Heilwirkung dieser vielseitigen Pflanze ausnutzen will, sollte die leuchtend orange Sorten bevorzugen, da diese den größeren Heilwert besitzen.

 

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