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"Die Ros ist ohn Warum, sie blühet, weil sie blühet;

Sie acht nicht ihrer selbst,

fragt nicht , ob man sie siehet."

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ROSENPFLEGE IM BURGGARTEN

März:

 

  Je nach Witterung, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind, den Winterschutz entfernen; Abhäufeln, behutsam, um oberirdische Triebe und Knospen zu schonen.

 

Schneiden

  Anschließend bei allen Rosensorten abgestorbene, kranke und erfrorene Triebe bis ins gesunde Holz herausschneiden:

 

Öfterblühende Strauchrosen grundsätzlich wie einmalblühende Rosen zu pflegen, also keine Seitentriebe abschneiden; nach 3 - 4 Jahren überalterte Triebe wie vor in Bodennähe herausschneiden, um einen Neudurchtrieb an der Basis zu erzwingen. Nach Frostschäden starke Haupttriebe auf etwa 2/3 und die schwachen Haupttriebe auf etwa 1/3 ihre Länge zurückschneiden; ebenso wird mit den Seitentrieben verfahren. Erst ausführen, wenn alle Augen bereits gut erkennbar sind (Ende März bis April).

Wildrosen und einmalblühende Strauchrosen sollen sich ihrer natürlichen Wuchsform entsprechend möglichst ungestört entwickeln; d.h., sie werden nicht zurückgeschnitten! Nach 5 und mehr Jahren (je nach Wüchsigkeit) kann es notwendig werden, zur Verjüngung einzelne überalterte Triebe aus dem Strauch herauszuschneiden. Diese werden ganz in Bodennähe mit einer Zweihand- oder Astschere (oder auch mit einer Stichsäge) entfernt. Dieser Verjüngungsschnitt soll grundsätzlich vor dem Austreiben und bei frostfreier Witterung vorgenommen werden.

 

Kletterrosen blühen an zweijährigen Trieben, deshalb lange neue Triebe nicht zurückschneiden. Nur abgestorbene und erfrorene Triebe zurückschneiden. Nach etwa 5 Jahren überalterte Triebe möglichst tief herausschneiden, um einen Neuaustrieb an der Basis zu erzwingen und damit die Blühfähigkeit zu fördern.

 

Sommer:

 

Sommerschnitt

 

  Bei allen öfterblühenden Rosen werden die Triebe nach dem Verblühen des 1. Flors auf ein unter dem Blütenstand befindliches gutes Auge zurückgeschnitten, das beste Auge sitzt in der Regel in der Blattachsel des 2. Vollentwickelten Blattes unter dem Blütenstand. Diese Augen treiben dann neu durch und es kommt zu einem 2. Blütenflor.

 

Bewässern

 

  Rosen vertragen keine Dauernässe, d.h. das Bewässern soll auf lange Trockenheitsperioden beschränkt bleiben; dann soll jedoch ausgiebig, 20 - 30 l/qm, bewässert werden. Und zwar mit dem Wasserschlauch bei niedrigem Druck so bewässert, dass das Laub der Rosen nicht nass wird - auch nicht bei großer Mittagshitze wässern (hoher Verdunstungsverlust!)

 

Bodenlockerung

 

  Rosen benötigen eine lockere, gut durchlüftete Pflanzscheibe. Der Boden muss sich im Frühjahr gut erwärmen können. Die Bodenlockerung wird zu Schonung der oberflächennahen Wurzeln am besten mit einer Grabegabel mit nur zwei Zinken durch Einstechen und flaches Drehen durchgeführt. Auch beim Jäten nur Flachgeführte einzinkige Hacke verwenden!

Düngung

 

  Alle grün Pflanzen benötigen für ihr Wachstum 10 unentbehrliche Elemente:

Wasserstoff (H); Kohlenstoff (C); Sauerstoff (O); Stickstoff (N); Phosphor (P); Schwefel (S); Eisen (Fe); Kalium (K); Kalzium (Ca); Magnesium (Mg)

 

  Jede Pflanze, also auch die Rose, entnimmt dem Boden die angeführten Stoffe. Sie müssen deshalb stets ausreichend vorhanden und aufnehmbar sein. Außerdem müssen alle Nährstoffe im richtigen Verhältnis und zur richtigen Zeit zur Verfügung stehen, denn es werden recht unterschiedliche Mengen benötigt. Fehlt nur ein Nährstoff, lässt das Wachstum jeder Pflanze nach. Deshalb ist empfohlen, alle drei bis sechs Jahre eine Bodenuntersuchung durchführen zu lassen. Aus dem Ergebnis kann abgelesen werden, welcher Dünger fehlt oder nicht ausreichend vorhanden ist. Aber ein Zuviel, beispielsweise an Stickstoff, der zwar die Rose üppig wachsen lässt und bläulichgrünes Laub erzeugt, kann böse Folgen haben. Die Lebensdauer solcher Pflanzen ist begrenzt. Sie sind anfällig für Pilzkrankheiten und werden mit weichen, nicht ausgereiften Trieben schließlich Opfer eines stärkeren Frostes.

 

  Als Dünger benutze ich gut verrotteten Stallmist, den ich immer zur Verfügung habe. Er wird am besten im Frühjahr als Bodenbedeckung aufgebracht. Die Schicht darf nicht stärker als 3 cm sein, da sonst die Erwärmung des Bodens verhindert wird, als Verdunstungsschutz ist es jedoch ausreichend. Im Herbst vermischt er sich dann durch das Anhäufeln der Rosen mit dem Boden. Bei einem derartigen Verfahren erübrigen sich zusätzliche Gaben von Mineraldünger. Der Stalldung enthält alle Stoffe, die dem Boden durch die Pflanzen entzogen wurden. Auch eine gute Komposterde ist ein vollwertiger Ersatz für Stalldung.

Die meisten Rosenfreunde sind aber auf Mineraldünger angewiesen. Im Handel erhält man verschiedene Volldünger, die alle erforderlichen Hauptnährstoffe (Stickstoff, Phosphor und Kalium) für unsere Rosen im richtigen Verhältnis enthalten.

 

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