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wie die Blumen ihre Kelche der Sonne?"

Heinrich von Kleist

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Malve oder Stockrose

Malva sylvestris/Althaea rosea

 

  Beide Malvenarten, die blaue Malve (M. sylvestris) und die schwarze Malve oder Stockrose werden stattliche, farbenprächtige Gewächse. Sie sind schon seit Jahrhunderten beliebte Gartenzierden. Zahlreiche Blumenbilder des 17. und 18. Jahrhunderts, auf denen die Malve zu finden ist, beweisen das. Die blaue Malve wird einjährig gezogen. Man sät sie im März/April an Ort und Stelle. Der Same muss ca. 6 Std. im warmen Wasser vorquellen, da er hartschalig ist. Am Haus oder am Gartenzaun wirkt die Malve sehr schön. Wegen ihrer Größe (2 m) ist es gut, ihr im Laufe der Vegetationszeit eine Stütze zu geben.

  Die Stockrose ist eine ausdauernde Art und wird bis 3 m hoch. Im Winter häufelt man die Stöcke an und deckt sie mit Kompost, Stroh oder Laub ab. Beide Malvenarten sind als hervorragende Trachtpflanzen geschätzt. Ihre Blüten- und Blattdrogen wirken schleimlösend und reizlindernd bei Erkältungen und Husten. Es gibt kaum einen Hustentee, in dem nicht die Malve zu finden ist. Auch bei Entzündungen des Magens und Darms heilt und lindert sie.

  Blüten kann man von Juli ab etwa 2 Monate lang pflücken. Blätter stehen von Juni bis August zur Ernte zur Verfügung. Doch darf nie mehr als ein Drittel der Gesamtblattmasse entfernt werden, da die Pflanze sonst Schaden leidet zum Nachteil der Blüte. Blüten und Blätter werden an schattigen Orten zum Trocknen ausgelegt.

  Die Malven werden vor allem bei Trockenheit leicht von Malvenrost befallen, der die Blätter allmählich zerstört und die Pflanze stark schwächt. Mit Wermut- und Schachtelhalmspritzungen kann man den Befall in Grenzen halten. Auch sollte man im Herbst alle Blätter und Pflanzenreste entfernen und vernichten. Auf andere Pflanzen greift dieser Rost nicht über. Steht die Pflanze auf gut mit Kompost versorgtem bedecktem Boden, hat man kaum mit Rost zu kämpfen.

 

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